Jugendliche fordern mehr Klimaschutz-Bildung

  • Beim Modellparlament des ClubE im Abgeordnetenhaus von Berlin treffen Schülerinnen und Schüler auf „Fridays for Future“ Aktivisten und Politiker
  • Umweltsenatorin Regine Günther: „Das Engagement der Jugendlichen ist sehr wichtig, damit das Thema Klimaschutz auf allen Ebenen präsent bleibt und mit Hochdruck vorankommt.“
  • Abgeordnetenhaus-Präsident Ralf Wieland: „Der Klimawandel ist eine reale Bedrohung, die Zeit dagegen zu handeln ist endlich!“

Berlin, 17. Juni 2019 – Kostenloser und ausgebauter öffentlicher Nahverkehr! Mehr Klimaschutz-Bildung! Neubauten, die 20 Prozent ihres Eigenenergieverbrauches mit erneuerbaren Energien decken! Und: Senkung des Mehrwertsteuersatzes für nachhaltige Produkte! Diese und weitere Forderungen haben Jugendliche bei einem vom ClubE organisierten Modellparlament im Abgeordnetenhaus von Berlin am vergangenen Donnerstag gestellt und diese im Plenarsaal des Hauses mit den umwelt- und energiepolitischen Sprechern der im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien diskutiert. Schirmherr der Veranstaltung war Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin.

An der Veranstaltung nahmen mehr als 100 Oberstufenschülerinnen und -schüler des Andreas-Gymnasiums (Friedrichshain-Kreuzberg), der Bröndby-Oberschule (Steglitz-Zehlendorf), des Droste-Hülshoff-Gymnasiums (Steglitz-Zehlendorf), des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums (Lichtenberg), des Oberstufenzentrum TIEM (Spandau),des Rheingau Gymnasiums (Tempelhof-Schöneberg) sowie einige Anhänger der „Fridays for Future“ Bewegung teil. In fiktiver Ausschussarbeit entwickelten sie gemeinsam Forderungen für die klimaneutrale Stadt von morgen. Diese wurden abschließend im Plenarsaal mit den umwelt- und energiepolitischen Sprechern der im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien diskutiert. Christian Gräff (CDU), Dr. Michael Efler (Linke), Frank Scholtysek (AfD) und Henner Schmidt (FDP) nahmen an der Abschlussdiskussion teil.

„Man wird gehört und tatsächlich auf Augenhöhe behandelt, als Partner zum Debattieren wahrgenommen“, sagte ein Teilnehmer der Veranstaltung. „Wir erfinden ja nicht die Welt neu, aber es ist wichtig, Druck auszuüben, damit was passiert“, sagte eine andere Teilnehmerin der Veranstaltung.“

„Als Abgeordnetenhaus vertreten wir die Berliner Bevölkerung. Natürlich machen daher auch die Forderungen der jungen Berlinerinnen und Berliner nach einem besseren Klimaschutz nicht vor unseren Türen Halt. Der Klimawandel ist eine reale Bedrohung, die Zeit dagegen zu handeln ist endlich! Wir Politikerinnen und Politiker müssen jetzt Lösungen anbieten. Die Debatte gehört in dieses Haus! Umso mehr freue ich mich auf ClubE!“, sagte Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin und Schirmherr der Veranstaltung.

Welche der von den Jugendlichen entwickelten Forderungen sollte von der Politik nachverfolgt werden? Jetzt abstimmen: https://www.surveymonkey.de/r/LQMZZ5R