Klimaschutz unterm Sternenhimmel

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Was hat ein Bär mit Wärmespeicherung zu tun? Wie können Glukose-Brennstoffzellen helfen, das Körpergewicht zu reduzieren? Und was bedeutet eigentlich nachhaltige
Disruption? Antworten auf diese und weitere Fragen haben gestern rund 300 Wissenschaftsinteressierte im Prenzlauer Berg beim ClubE-Event „Green Science Slam“, einem wissenschaftlichen Redewettstreit, im Zeiss-Großplanetarium erhalten.

Dort haben vier Doktorandinnen und Doktoranden, ihre aktuellen Forschungsthemen in Slams unterhaltsam und humorvoll präsentiert. Die Veranstaltung wurde vom Zeiss-Großplanetarium organisiert und fand in Kooperation mit dem von der Berliner Energieagentur (BEA) koordinierten Jugendforum ClubE statt.

Wir waren schon auf mehreren Science Slams und fanden es cool, dass es diesen thematischen Fokus gab und wir auch erfahren konn-ten, wie man sich aktiv für mehr Klimaschutz in der Stadt beteiligen kann“, sagten die Besuchenden 24-jährige Kyra und der 27-jährige Nils. „Klasse, dass einem durch so ein Format in Erinnerung gerufen wird, wie wichtig die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind“.

Die Bandbreite der präsentierten Wissenschaftsthemen war vielfältig und reichte von Nachhaltigkeitsökonomie und Umweltanalysen bis hin zu Materialforschung und Wärmespeicherung. Den Anfang machte Maxi Frei von der Universität Freiburg / Technische Fakultät. Sie erläuterte in ihrem Vortrag wie Glukose-Brennstoffzellen funktionieren und welche Potenziale diese Technologie bietet, um in der Medizin eingesetzt zu werden. Daniel Meza vom Helmholtz-Zentrum slammte über seine aktuelle Forschung zur Effizienzsteigerung von Solaranlagen. Anastasia August vom Karlsruher Institut für Technologie und Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft Materialforschung slammte am Beispiel eines Eisbären darüber, wie Wärmespeicherung funktioniert und welche Potenziale diese Technologie für den Bausektor bietet. Constantin Alexander vom Ihmezentrum Hannover präsentierte eine soziologische Studie über ein Brennpunktviertel in Hannover und zeigte auf, wie moderne und nachhaltige Stadtentwicklung aussehen kann.

Nach jedem Vortrag entschied das Publikum per Wertekarten, wie gut sie den Vortrag fanden. Am Ende des Abends wurde dann die beste Slammerin des Abends gekürt: Dabei freute sich Anastasia August über den 1. Platz. Sie konnte sich mit  Ihrem Vortrag „Wärme speichern wie ein Bär“ in die Herzen des Publikums slammen.

Als Dank erhielten die Vortragenden jeweils eine Solarlampe von „Little Sun“. Little Sun ist ein globales Projekt mit sozialem Geschäftsmodell, gegründet von Künstler Olafur Eliasson und Ingenieur Frederik Ottesen. Ziel ist es, saubere und erschwingliche Energie zu den 1,1 Mrd. Menschen in der Welt zu bringen, die ohne konstante Stromversorgung leben. Durch den Verkauf der Solarprodukte in Regionen mit zuverlässigem Netzanschluss können Little-Sun-Produkte überall dort, wo keine flächendeckende Stromversorgung herrscht, zu niedrigeren, lokal erschwinglichen Preisen angeboten werden.

Foto: Die Slammer des Green Science Slams: Constantin Alexander, Anastasia August, Maxi Frei, Daniel Meza (v.l.n.r.)

Vollständige Meldung der Berliner Energieagentur