Berliner Jugendliche stimmen für den Klimaschutz

Energetische Sanierung und Solaranlagen für Schulgebäude! Kostenloser öffentlicher Personennahverkehr! Und: Verpflichtende ökologische Kriterien für Berliner Unternehmen! Diese und weitere Forderungen haben Jugendliche gestern bei einem Modellparlament im Abgeordnetenhaus von Berlin gestellt und diese im Plenarsaal des Hauses mit den energie- und umweltpolitischen Sprechern der im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien diskutiert. Veranstaltet wurde das Modellparlament von ClubE, dem von der Berliner Energieagentur (BEA) organisierten energie- und klimaschutzpolitischen Jugendforum der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Schirmherr der Veranstaltung war Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin.

„Wir sind auf das Engagement junger Menschen angewiesen, wenn wir bis 2050 klimaneutral werden wollen“, sagte Christian Gaebler, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gegenüber den Jugendlichen und zeigte auf, welche Ziele Berlin in den kommenden Jahren in der Energie- und Klimapolitik verfolgt. In der anschließenden Podiumsdiskussion, an der neben Christian Gaebler und Ralf Wieland auch BEA-Geschäftsführer Michael Geißler und Dr. Julika Weiß vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung teilnahmen, wurde am Beispiel des kürzlich verabschiedeten Energiewendegesetzes diskutiert, welche Prozesse ein Gesetz durchlaufen muss und welche Rolle die Themen Energiesparen, Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien für das klimaneutrale Berlin 2050 spielen.

An der Veranstaltung nahmen mehr als 120 Oberstufenschülerinnen und
-schüler des Moserschule-Gymnasiums (Charlottenburg-Wilmersdorf), des Galileo-Gymnasiums (Charlottenburg-Wilmersdorf), der Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule (Steglitz-Zehlendorf), des Leibniz-Gymnasiums (Friedrichshain-Kreuzberg) und der Gutenberg-Oberschule (Lichtenberg) teil. In fiktiver Ausschussarbeit entwickelten sie gemeinsam Forderungen für die klimaneutrale Stadt von Morgen. Diese wurden abschließend im Plenarsaal mit den energie- und umweltpolitischen Sprechern der im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien diskutiert, darunter Danny Freymark (CDU), Michael Schäfer (Bündnis 90/Die Grünen), Daniel Buchholz (SPD) und Harald Wolf (Die Linke).

„Am besten gefallen hat mir, so nah dran zu sein an den Politikern“ sagte die 18-jährige Henriette Schmidt, die die Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule in Steglitz-Zehlendorf besucht. „Ich habe heute mehr gelernt als in zwei Semestern Politikwissenschaft!“

„Mit Veranstaltungen wie diesen wollen wir politische Prozesse für Jugendliche greifbar machen“ sagte Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin und Schirmherr der Veranstaltung. „Gleichzeitig wollen wir ihnen zeigen, dass junge Menschen tatsächlich etwas in ihrer eigenen Stadt bewirken können, wenn sie sich engagieren und wählen gehen.“

ClubE ist das von der Berliner Energieagentur organisierte energie- und klimaschutzpolitische Jugendforum. Es ist Teil des ImpulsE-Programms der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zur Förderung von Klimaschutz und Energieeffizienz. ClubE bietet mehrmals im Jahr Schulen die Möglichkeit, sich in Workshops auf vielfältige Weise mit den Themen Klimaschutz, Umwelt und Energie auseinandersetzen. Mehr Informationen: deinclube.net

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