Berlin wird „Smart“

Berlin will „Smart City“ werden. Hierfür hat die Stadt kürzlich gemeinsam mit den Städten Paris, Bologna und weiteren internationalen Städtepartnern einen Antrag für eine EU-Förderung eingereicht. Mit diesem Antrag hofft die Stadt auf finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung von „smarten“ d. h. schlauen Projekten für die intelligente Stadt der Zukunft. Doch inwiefern kann eine Stadt überhaupt intelligent sein und wann gilt eine Stadt als Smart City? Welche Auswirkungen hat eine smarte Stadt für dich und deinen Alltag und welche Voraussetzungen sind für eine smarte Stadt notwendig? Gehe diesen und weiteren Fragen auf den Grund – mit ClubE, der umwelt-und klimapolitischen Plattform für junge Leute der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Was bedeutet Smart City überhaupt?

Im Moment versteht unter der Smart City jeder etwas anderes: Die einen sprechen von der grünen, ökologischen und ressourcenschonenden Stadt, die anderen von einer modernen Stadt, die sich komplett durch das Smartphone steuern lässt. Andere verstehen darunter eine optimal vernetzte Stadt ohne Verkehrsstaus. Die nächsten finden, dass eine Stadt dann intelligent ist, wenn sie intelligent gemanagt und verwaltet wird – egal ob sie 3,5 Millionen Einwohner wie Berlin oder 35 Millionen Einwohner wie Tokio hat. Es gibt also keine allgemeine Definition für die Smart City – im Grunde geht es aber immer darum, die bestehenden Systeme einer Stadt in der Zukunft zu verbessern und einzelne zu ersetzen. Dabei setzt jede Stadt andere Schwerpunkte. In Berlin liegt einer dieser Schwerpunkte im Bereich Energie.

Wie sieht mein Alltag in einer intelligenten Stadt aus?

Arbeiten, Einkaufen und Behördengänge – alles erledigst du bequem von zu Hause aus, ganz einfach über das Internet. Eigentlich benötigst du kein Auto mehr. Wenn du darauf dennoch nicht verzichten möchtest, teilst du es dir mit deinem Nachbarn. Das Auto fährt mit Strom aus der Solaranlage vom Dach deines Hauses – ein Plusenergiehaus, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Der überschüssige Strom aus der Solaranlage, der tagsüber durch die Sonne produziert wird, wird im Auto gespeichert. Am Abend, wenn die Sonne nicht scheint, wird dieser Strom genutzt um deinen Fernseher zu betreiben. Deine Mülleimer trennen den Müll von allein und melden sich selbstständig, wenn sie voll sind. Die Heizung wird automatisch geregelt und läuft nur, wenn du zuhause bist. Die Beleuchtung passt sich automatisch daran an, ob du gerade liest, kochst oder Fern siehst. Auf einen Blick kannst du auch von unterwegs aus erkennen, wie der aktuelle Stromverbrauch deines Kühlschranks ist – ganz bequem über dein Smartphone. Mit diesem stimmst du auch über die neue Parkanlage in deinem Kiez ab – ganz einfach über eine Bürgerbeteiligungs-App der Berliner Verwaltung.

Lebensqualität bewahren – Energie und Ressourcen sparen

Du glaubst, diese Vision ist reine Zukunftsmusik? Weit gefehlt – die Stadt kann bereits viele intelligente Projekte vorweisen, die einer Smart City würdig sind: In einem Schwimmbad am Sachsendamm wird die Wärme des Abwassers genutzt, um das Badewasser vorzuwärmen. Die Straßenbeleuchtung in vielen Bezirken wird derzeit von Gas auf LED umgerüstet und benötigt nur noch einen Bruchteil der bisher benötigten Energie. Das Effizienzhaus Plus in der Fasanenstraße erzeugt mehr Energie als es verbraucht und liefert Energie aus der Sonne für ein Elektroauto. Weitere „smarte“ Projekte stehen schon in den Startlöchern und warten nur darauf, umgesetzt zu werden.

Sieben Millionen Euro für smarte Projekte

Wird der eingereichte Förderantrag für Smart Cities positiv bewilligt, würde Berlin rund sieben Millionen Euro erhalten, um weitere smarte Projekte in der Stadt umzusetzen. Bisher wurde noch nicht entschieden, ob Berlin die Förderung erhält. Wenn du mehr über das Thema Smart City und die ausführliche Smart City Strategie Berlin erfahren willst, kannst du dich auch auf der Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt informieren. Du möchtest wissen, wie es weiter geht und ob Berlin Smart City wird? Der ClubE hält dich hierüber auf dem Laufenden!

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